Mythologie des Alltags: Musen und Museriche

„…auch Yoko, die unseren John Lennon so behexte, dass er die Beatles und uns als Fans weit hinter sich liess…“ Schöpferische Männer hatten oft ihre Musen (welche, siehe just Frau Ono, oft selbst sehr kreativ waren); sie waren emotional, sexuell und anderweitig (kochen, putzen) von ihnen abhängig, ohne die Musen wären viele Werke gar nicht entstanden. Ich überlege, und finde kein Beispiel für den umgekehrten Fall, dass Frauen ihre Museriche gehabt hätten. Wohl aber stehen mir Mahler, Werfel und Gropius, die alle dieselbe Alma hatten, Varnhagen von Ense mit seiner Rahel, Dali mit Gala, Rilke und Freud mit Lou Andreas Salomé, Picasso und Man Ray vor dem inneren Auge. Viele dieser Beziehungen endeten tragisch, und das für beide Partner. Was darf das Genie? Auch andere benutzen und ausnutzen? Sich selbst zugrunde richten? Letzteres mögen wir nicht richten.

„Es wuochs in Buregonden/ein vil edel magedin
dasz in allen landen/ niht schoeneres mohte sin
Kriemhild geheiszen/ siu ward ein schoene wip
darumbe muoszen degene/ vil verlieren den lip.“

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hibouh

read me! Hotel Naipaula: http://www.blogigo.de/Hotel_Naipaula http://www.blogigo.de/Hotel_Naipaula Und weiterhin.... Die Labyrinthe von Hibouh: Orte der Sehnsucht. Oasen für alle Umtriebigen und Nachtschönheiten. Inseln im opaken Licht der Phantasie unter einem fleischig dahinziehenden Mond. Leise Dämmerung auf den Höhen. Neugierig geworden? Wir bringen Sie hin, wo Erleben und Erkennen eins werden. Nur Mut - lüften Sie dieses Geheimnis!

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