Mythologie des Alltags II: Njam Njam

“Njam, njam” sagt man noch heute, wenn etwas besonders gut schmeckt (der Angelsachse sagt wohl “yummy yummy”) Ich greife das nochmals auf, denn ich habe bei “Gravity’s Rainbow”, ehm, meinem Blog darüber, eine bessere Fassung gefunden:

Niam Niam: großer, zu den Nubavölkern gehöriger Volksstamm in Zentralafrika, unter 4–6° nördl. Br., im Gebiet der Quellen des Bahr el Gazal und der Wasserscheide zwischen diesem und den entweder zum Congo oder zum Schari fließenden Gewässern, welcher so von den Dinka, auf den Kannibalismus des Volkes anspielend, genannt wird, während derselbe bei den Monbuttu Babungera, bei den Mittu Makaraka oder Kakaraka heißt. Die Niam-Niam, deren Zahl 2 Mill. betragen soll, haben sich, kurz ehe die ersten Europäer zu ihnen kamen, nach Norden hin ausgebreitet, die Stämme, auf welche sie stießen, unterjochend, aufessend oder vertreibend. Im O. sind die durch fremde Zumischung ihnen entfremdeten Bongo (Papa was the king of Bongo) den Niam-Niam zuzurechnen. Die Hautfarbe ist rotbraun, das wollig-krause Haar wird in phantastische Flechten und Knoten gelegt, auch zu einem Strahlenkranz geflochten, der den Kopf wie ein Heiligenschein umgibt. Als Stammesabzeichen tätowieren sich die Niam-Niam drei oder vier mit Punkten ausgefüllte Quadrate auf Stirn, Schläfen und Wangen, ferner eine ╳-förmige punktierte Figur auf die Magengrube. Außerdem tragen sie mancherlei individuelle Tätowierungen. Die Schneidezähne feilen sie spitz. Als Kleidung dient ein Fellschurz, auf dem Kopf wird eine vierkantige, mit Federn ausgeputzte Strohmütze getragen. Zieraten sind Schnüre von Zähnen, Glasperlen und Drahtringe um Arme und Beine, die letzten namentlich bei den Frauen. Ihre kegelförmigen, gut gebauten Hütten sind zu kleinen Weilern gruppiert, die inmitten der Ackerfelder liegen; auf letztern bauen die Frauen Eleusine, Bataten, Mandiok, Yams und Tabak. Einzige Haustiere sind Hunde, die man mästet, und Hühner. Die Männer betreiben die Jagd. Die Menschenfresserei herrscht bei allen Stämmen; dem Menschenfett schreibt man eine berauschende Wirkung zu. Ihre Waffen sind Lanzen, hübsch gearbeitete Dolche, Krummsäbel, zackige Wurfeisen, länglich-oval geflochtene Schilde; seltener Bogen und Pfeile. Im Familienleben zeigt sich ein größerer Grad von Kultur als bei allen andern Völkern dieser Gegenden. Es herrscht Vielweiberei, doch hängen die Männer mit großer Liebe an ihren Frauen und umgekehrt. (Anm. sie haben sie wohl zum Fressen gern?)

Infos: aus einer alten Schrift. Heutzutage sind die Niam-Niam bestimmt ausgerottet.

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hibouh

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