Mythologie das Alltags: Nüsse

Eine Nuss ist etwas Hartes, rund wie ein Schȁdel, gross oder klein. “Nuss” wird auch metaphorisch gebraucht, etwa “Kopfnuss” oder “Are you nuts?” (“Hast du Nüsse?” Hier sind die mȁnnlichen Keimzellen, die in einem Sack unterhalb des Penis untergebracht sind, gemeint. Sie sind nicht SEHR hart, ja, die Fussballer, die den Freistoss abwehren sollen, halten sogar ihre beiden Hȁnde vors Gemȁcht. Diese “Nüsse” werden denn auch meist “Eier” genannt. Komisch, die Eier sind doch in der Frau?).

Allerlei Samen und Sȁmchen werden auch Nüsse genannt. Wir aber kennen am ehesten die Haselnuss, sie hat eine Schale und ist schwarzbraun. Wahrlich eine harte Nuss! Wie auch die Walnuss, die symmetrische, deren Fruchtfleisch uns an das Gehirn erinnert. Es gibt auch Erdnüsse. Joe Black, der Todesengel, verliebte sich unter anderem in die Erdnussbutter, welche er natürlich nur in den USA fand. Die Erdnuss ist keine Nuss, sie zȁhlt wie etwa die Erbse zu den Leguminosen. Wir sagen deshalb ja auch nicht “Die Prinzessin auf der Nuss”.

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Die schönste Nuss aber ist die Kokosnuss. Sie fȁllt von der elegant zum Meer hin geschwungenen Palme ins Wasser, und da sie Luft und Kokosmilch in sich hat, schwimmt sie. Sogleich startet sie zu einer Seefahrt zum nȁchsten Atoll. Der Ozean ist um sie, der kleine milchige Ozean ist in ihr. An einer neuen Küste angekommen, keimt sie aus und wird zur Kokospalme. Auf diese Weise gelangt sie rund um die Erde. Das tun auch Haselnüsse, Walnüsse, Mandeln, Schlehenkerne und was weiss ich was für andere Samen. Der Eichelhȁher (wie auch andere Kernbeisser) pickt sie auf, versteckt sie irgendwo unter der Erde, “vergisst” dann so manches Versteck: und flugs breiten sich Eiche, Hasel, Schlehe und Kornelkirsche aus. Die Touristen bringen eingeklemmt in ihren Schuhsohlen weiteres ins Heimatland zurück, weshalb wir thailaendische, balinesische und südamerikanische Flora bald auch bei uns haben werden.

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hibouh

read me! Hotel Naipaula: http://www.blogigo.de/Hotel_Naipaula http://www.blogigo.de/Hotel_Naipaula Und weiterhin.... Die Labyrinthe von Hibouh: Orte der Sehnsucht. Oasen für alle Umtriebigen und Nachtschönheiten. Inseln im opaken Licht der Phantasie unter einem fleischig dahinziehenden Mond. Leise Dämmerung auf den Höhen. Neugierig geworden? Wir bringen Sie hin, wo Erleben und Erkennen eins werden. Nur Mut - lüften Sie dieses Geheimnis!

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