Daily mythology: Aristocracy and Inbreed

Fuck like an Egyptian (Pharaoh). There it already started (if not earlier: who should the daughters and sons of Adam and Eve chose?): Not very few pharaos married their sisters. It changed to cousins later on…but still now the western queens and kings are like one big family. The queen of England is a German, Victoria and Wilhelm II. were related, Fabiola from Spain and former Greek king too (anyway the first two kings of Greece were from Great Britain and from Germany), German TV-adepts take much fun finding out the relations in between the Scandinavian royals, Prince William or Harry, Ernst-August of Hannover and Lord Mountbatten…
Go back to the middle-ages: Many sons and daughters of Eleonore of Aquitania (who was first queen of France and after that of England) found their place on European thrones. Many wars were fought out only to design future kings (for example the war of Spanish succession 1702-14). Even that parvenu of Napoleon Bonaparte (Parvenu? Excuse me: His talents outmatched those of Louis XVI. by far!) had to marry poor Marie Luise of Austria (they had a saying in Vienna – “et tu, felix Austria, nube!” – dont conquer with troops, marry! – but this saying began to be worn out then, and Marie Luises relative Marie Antoinette already lost her life in Paris…)
For aristocrats in all ranks to foresee the marriages of their offsprings was a must (only the youngest ones had to be priests 
For the Sultan in İstanbul it was easier: he had a whole harem and often the Padishahs took their wives from far away – f.e. Hürrem from Lituania… So here inbreed was avoided.
But in east and west murdering family members had good tradition in ruling families…

Advertisements

Mythologie des Alltags: Josephine de Beauharnais (“die schöne Kreolin”)

Sie wird hier nicht wegen ihrer Heirat mit Napoleon Bonaparte erwähnt, sondern wegen ihres sehr poetischen Namens, wegen ihres Lächelns – ihre Abstammung von der karibischen Insel Martinique liess sie Zuckerrohrsirup lieben, wodurch ihre Zähne, naja, verfaulten, weswegen sie beim Lächeln die Lippen geschlossen hielt (Psychologen bezeichneten diese fortan als “Schamlippen”), was ihr ein enigmatisches Timbre verlieh, wegen ihrer Rosenzucht und – last but not least, weil sie über ihren Sohn nicht nur Ahnherrin der meisten europäischen Fürstengeschlechter, Grossmutter Napoleons III. und Vorfahrin des rätselhaften Kaspar Hauser war….
Ihr Geburtsname: ein Gedicht…Marie Josèphe Rose Tascher de La Pagerie, und auch die Namen ihrer Eltern poetisch: Joseph-Gaspard Tascher de La Pagerie und Rose Claire des Vergers de Sannois. Die Rose (sic!) kommt schon in den Namen vor….
Sie heiratete in zweiter Ehe Napoleon Bonaparte, dieser liess sich später von ihr scheiden, weil sie ihm “keinen Thronerben” schenken konnte. Beide hatten Liebhaber und Geliebte während ihrer Ehe… Josephine sagte man nach, sie trüge typisch karibische Charakterzüge: sie sei träge, lasziv und verschwendungssüchtig. Ob man dasselbe von Usain Bolt sagt?
Auf ihrem Alterssitz Malmaison züchtete sie Rosen und empfing hochgestellte Gäste, achtete auch weiterhin eher auf schöne Kleider und Juwelen als auf ihre Finanzen.
Am Tag vor ihrem Tod führte sie den russischen Zaren in einem dünnen Sommerkleid durch ihr Anwesen und zog sich dadurch die fatale Lungenentzündung zu.


P.S.: Ich habe übrigens einiges mit Josephine gemein: ich mochte Bonaparte, ich hab’ schlechte Zȁhne und ich war auch in Peschiera am Gardasee (wo sie wȁhrend einer Schlacht auf ihren ausgezogenen Ehemann wartete).

Mythologie des Alltags: Mata Hari

„Cleopatra had her way, Mata Hari too. Whether they were good or bad, is strictly up to you.“ (Madonna)

Auch Simenon kommt einem in den Sinn, zumal Mata Hari’s Vater Hutmacher war. Wer würde dieses Frollein Zelle, das 1876 im friesischen Leeuwarden geboren wurde, kennen, wȁre die berühmte Spionin und Nackttȁnzerin Mata Hari nicht hingerichtet worden? Mata Hari ist bis heute Teil unserer kollektiven Phantasmagorien, unzählige Produktionen oder Projekte aus Kunst, Film, Musik, Unterhaltung und Kitsch nahmen und nehmen sich bis heute Mata Haris Lebensgeschichte an, spielen auf sie an oder verwenden ihren Namen: Sie kommt etwa bei Asterix und Obelix, James Bond und Indiana Jones vor, Madonna, Ricky Martin, Die Ärzte, Dschingis Khan oder Ofra Haza singen von ihr, Getrȁnke, Musicals, Flipperautomaten und Kneipen künden von ihr…..
Sie ist auch ein gutes Beispiel für das Bild des Orients, das der Westen sich machen wollte, also für den sogenannten Orientalismus: Sie hatte von Geburt an einen dunklen Teint und erfand sich phantastische Geschichten über ihre Herkunft und Ausbildung zur orientalischen Tempeltȁnzerin: Sei es Indien, sei es Ägypten oder Indonesien (wo sie tatsȁchlich war, bloss nicht als Tempeldienerin), sei es Shiva, Ra oder das Auge Gottes, alles musste für ihre kaum verschleierte Erotik herhalten. Aber das Bild, das sie abgeben wollte, war erfunden, war falsch….
P.S. Fanny zu Reventlow ist ebenfalls friesischer Herkunft, ist im gleichen Jahrzehnt geboren, ist mit Erotik beschȁftigt: wen ziehen wir vor?

Daily mythology: Antique

fauteuil

Formerly the word “antique” referred only to the classical ancient ages, but today it is used (along the definition) for things more than 100 years old. Along this definition, our buffet is antique, but a 45 vinyl disc “Ich tanze mit Dir in den Himmel hinein” is not. I guess America (at least its modern invaders) contributed much to that definition, as in the “New world” no (European) artefacts are from before the 18th or 17th century.
Today we have industries of antiquing things, this means the craft of making an object appear antique through distressing or applying an antique-looking paint applications. Funny. Do we also try to make things newer?
Most of the 19th century has been busy to repeat old things. This has assets as well as drawbacks. One of the pros: everybody knows a jonian capital, the cons: do we need stock-exchanges, railway stations, parliament buildings and malls in Perikles’ style (and “gothic” churches from 1889?)?

Mythologie des Alltags: Josephine de Beauharnais (“die schöne Kreolin”)

„Wasch dich nicht, ich komme!“

(Napoleon an Josephine)

 Sie wird hier nicht wegen ihrer Heirat mit Napoleon Bonaparte erwähnt, sondern wegen ihres sehr poetischen Namens, wegen ihres Lächelns – ihre Abstammung von der karibischen Insel Martinique liess sie Zuckerrohrsirup lieben, wodurch ihre Zähne, naja, verfaulten, weswegen sie beim Lächeln die Lippen geschlossen hielt (Psychologen bezeichneten diese fortan als “Schamlippen”), was ihr ein enigmatisches Timbre verlieh, wegen ihrer Rosenzucht und – last but not least, weil sie über ihren Sohn nicht nur Ahnherrin der meisten europäischen Fürstengeschlechter, Grossmutter Napoleons III. und Vorfahrin des rätselhaften Kaspar Hauser war….
Ihr Geburtsname: ein Gedicht…Marie Josèphe Rose Tascher de La Pagerie, und auch die Namen ihrer Eltern poetisch: Joseph-Gaspard Tascher de La Pagerie und Rose Claire des Vergers de Sannois. Die Rose (sic!) kommt schon in den Namen vor….
Sie heiratete in zweiter Ehe Napoleon Bonaparte, dieser liess sich später von ihr scheiden, weil sie ihm “keinen Thronerben” schenken konnte. Beide hatten Liebhaber und Geliebte während ihrer Ehe… Josephine sagte man nach, sie trüge typisch karibische Charakterzüge: sie sei träge, lasziv und verschwendungssüchtig. Ob man dasselbe von Usain Bolt sagt?
Auf ihrem Alterssitz Malmaison züchtete sie Rosen und empfing hochgestellte Gäste, achtete auch weiterhin eher auf schöne Kleider und Juwelen als auf ihre Finanzen.
Am Tag vor ihrem Tod führte sie den russischen Zaren in einem dünnen Sommerkleid durch ihr Anwesen und zog sich dadurch die fatale Lungenentzündung zu.

P.S.: Ich habe übrigens einiges mit Josephine gemein: ich mochte Bonaparte, ich hab’ schlechte Zȁhne und ich war auch in Peschiera am Gardasee (wo sie wȁhrend einer Schlacht auf ihren ausgezogenen Ehemann wartete).

Daily mythology: Aristocracy and Inbreed

Fuck like an Egyptian (pharao). There it already started (if not earlier: who should the daughters and sons of Adam and Eve chose?): Not very few pharaos married their sisters. It changed to cousins later on…but still now the western queens and kings are like one big family. The queen of England is a German, Victoria and Wilhelm II. were related, Fabiola from Spain and former Greek king too (anyway the first two kings of Greece were from Great Britain and from Germany), German TV-adepts take much fun finding out the relations in between the Scandinavian royals, Prince William or Harry, Ernst-August of Hannover and Lord Mountbatten…

Go back to the middle-ages: Many sons and daughters of Eleonore of Aquitania (who was first queen of France and after that of England) found their place on European thrones. Many wars were fought out only to design future kings (for example the war of Spanish succession 1702-14). Even that parvenu of Napoleon Bonaparte (Parvenu? Excuse me: His talents outmatched those of Louis XVI. by far!) had to marry poor Marie Luise of Austria (they had a saying in Vienna – “et tu, felix Austria, nube!” – dont conquer with troops, marry! – but this saying began to be worn out then, and Marie Luises relative Marie Antoinette already lost her life in Paris…)

For aristocrats in all ranks to forsee the marriages of their offsprings was a must (only the youngest ones had to be priests J

For the Sultan in İstanbul it was easier: he had a whole harem and often the padishahs took their wifes from far away – f.e. Hürrem from Lituania… So here inbreed was avoided.

But in east and west murdering family members had good tradition in ruling families…

Mythologie des Alltags: Der Blaue Peter

20170923_122800

Mit Fahnen oder Flaggen hat es irgendwas auf sich. Obwohl als optische Signale lȁngst obolet geworden, mögen wir noch immer gerne Flagge zeigen. Ob ein Schiff in Panama, eine Millionȁrsjacht auf den Bermudas beheimatet ist, erkennen wir sofort an der Fahne im Heck. Zusȁtzlich wird – bei Einfahrt in ein anderes Staatsgebiet – die Flagge des Gastlandes oben aufgezogen. Als wir kürzlich auf der kurzen Überfahrt nach Kos waren, fiel mir auf, dass da ein Mitglied der Besatzung (das einzige?) genau auf der Grenze *smile* die griechische Fahne hisste, bzw. Sie auf der Rückfahrt wieder einholte. Und das trotz Handy, Funk und Radar…

Früher wurde auch ein Flaggenalphabet als optische Verstȁndigung zwischen Schiffen und zwischen dem Schiff und dem Land benutzt. Jeder der bunten Flaggen stand sowohl für einen Buchstaben, als auch für eine bestimmte Botschaft. Der “blaue Peter” (P/ Papa) zum Beispiel wurde im Hafen immer vor dem Auslaufen gehisst, damit die Matrosen beizeiten – woher? – zurück an Bord kamen. Mittels Zeigen der verschiedenen Flaggen hintereinander konnten aber auch Botschaften übermittelt werden (“König Georg ist tot, es lebe Elisabeth II.!), (“Hasse ma ne Mark?”). Zu festlichen Anlȁssen wurden alle Flaggen aufs Mal gehisst (“Über die Toppen geflaggt)

Die Flagge K/Kilo bedeutete auch “Ich möchte Verbindung mit Ihnen aufnehmen”. Wȁr doch auch an Land was, selbst für Fussgȁnger?