Hotel Naipaula

Welcome to the hotel at Naipaula’s

“On a dark desert highway, cool wind in my hair

Warm smell of colitas, rising up through the air

Up ahead in the distance, I saw a shimmering light

My head grew heavy and my sight grew dim

I had to stop for the night

There she stood in the doorway;

I heard the mission bell

And I was thinking to myself,

’this could be heaven or this could be hell’

Then she lit up a candle and she showed me the way

There were voices down the corridor,

I thought I heard them say…

Welcome to the hotel at Naipaula’s

Such a lovely place

Such a lovely face

Plenty of room at the hotel at Naipaula’s

Any time of year, you can find it here

Her mind is tiffany-twisted, she got the Mercedes Benz

She got a lot of pretty, pretty boys, that she calls friends

How they dance in the courtyard, sweet summer sweat.

Some dance to remember, some dance to forget

So I called up the captain,

’please bring me my wine’

He said, ‘we haven’t had that spirit here since nineteen sixty nine’

And still those voices are calling from far away,

Wake you up in the middle of the night

Just to hear them say…

Welcome to the hotel at Naipaula’s

Such a lovely place

Such a lovely face

They livin’ it up at the hotel at Naipaula’s

What a nice surprise, bring your alibis

Mirrors on the ceiling,

The pink champagne on ice

And she said ‘we are all just prisoners here, of our own device’

And in the master’s chambers,

They gathered for the feast

They stab it with their steely knives,

But they just can’t kill the beast

Last thing I remember, I was

Running for the door

I had to find the passage back

To the place I was before

’Relax,’ said the night man,

We are programmed to receive.

You can checkout any time you like,

But you can never leave!”

Hotel Naipaula

“Sind Sie im Fall Gössl und Reder weitergekommen?”
“Nicht wirklich, Lieutenant.”
“Da soll ein Mensch dahinterkommen, wie Sie eigentlich Ihre Fälle lösen…”
“Manchmal gehe ich, ohne zu verstehen warum, in eine Synagoge. Ich habe dann ein Gefühl von Geborgenheit, auch wenn ich nicht genau weiß, was gebetet wird. Aber die Gesänge gefallen mir. Ich denke oft, über ein Ritual kommt man zu den Dingen, nicht umgekehrt.”
“Wenn ich nur wüßte, ob Sie sich über mich lustig machen, Poacher….”

Hotel Naipaula

Der Beschreiber über Frische:

Gestern und in der Nacht hatte es Hunde und Katzen geregnet. Gerade mit Mühe hatte das Dach des Hotels dem Unwetter widerstanden. Doch nun herrschte die Ruhe nach dem Sturm. Der Wind hatte auf Süd gedreht, alles war frisch gewaschen. Der Regenbach hatte sogar einen Teil des zum neuen Steg des Segelclubs (Optimisten!) führenden Weges weggeschwemmt (auf Sand gebaut). Der Kater guckte nach Katzen, der Spatz nach Spӓtzinnen aus. Nur der Hund war missmutig: Seine Welt der Gerüche war ebenfalls vom Regen mitgenommen und musste erst mühsam neu erstehen. Ergeben lagen die Düngersӓcke am Ufer. Im Gegensatz zu den Reissӓcken in China waren sie schon umgefallen.Obens Verwandte hatten ihr Haus in der Nachbarschaft fertiggestellt. Mögen sie alleweil genug Brot, Salz und Geld haben! Obens Schwibcousin fegte die Terasse, als Obens Frau und er unter den Augen des Beschreibers ihren Antrittsbesuch machten. Nur der Hund war missmutig zu Hause geblieben.Share

Hotel Naipaula

Poacher: Namen mit Häusern!

Frank Lloyd: Bernd Bungalow?

Margarete: Roberta Reihenhaus?

Poacher: Bestimmt net

Leone Battista: Pancho Villa

Egon: Bella Block

Poacher: und schnell noch was aus der Tassenindustrie?

Denise: Andrea Henkel!

Poacher: und ganz schnell noch was mit Obst und Wasser?

Arndt: Andreas Birnbacher!

Hotel Naipaula, Zimmer 13xx: Dora Carrington

Dora war in der Londoner Bloomsbury-Group tȁtig. Obwohl sie prinzipell Frauen liebte, hatte sie eine lange Beziehung zu dem homosexuellen Schriftsteller und Kritiker Lytton Strachey, was beweist, dass Liebe nicht nur aus Sex besteht. Diese Maxime galt übrigens für die ganze Gruppe, in der auch Virginia Woolf, ihre Schwester Vanessa und ihr Mann Leonard wirkten. Man bemühte sich um offene Beziehungen, teilweise wurden sogar die Kinder eines anderen als die eigenen grossgezogen. Dora malte – wie auch andere in dieser Gruppe; gemeinsam schmückten sie die Wohnungen der Freunde aus. Als Lytton starb, zog Carrington – wie sie von allen anderen genannt wurde – auf der Stelle hierhin ins Hotel. Sie hȁtte sich sonst womöglich mit der Flinte erschossen……

Hotel Naipaula

Die Geburt des Zebrastreifens aus dem Auge des Beschreibers:

Diesmal spielte der Beschreiber am Meeresufer Skatlar (altes Caicosianisches Kartenspiel) mit dem Umblӓtterer und dem Allesversteher. Der Allesversteher gewann immer. Der Umblӓtterer hielt zuweilen die Karten verkehrtrum in der Hand, der Beschreiber spielte nur mit halbem Herzen. Nicht selten schaute er in die Ferne. Die See wie auch der Himmel und die vorbeiziehenden Wolken waren grau in grau. Die Sonne zog Wasser. Die See war streifig – genau, wie der Bauch eines Zebras – Beine, Hufe, Hals und Kopf sowie der Schwanz waren nicht zu sehen. Aus dem Haar des Schweifes war gewiss der Bogen eines schönen Cellos gemacht worden? Und aus den Hufen Hornkӓmme? Oh, Zalada, die Du hangest….Der Beschreiber dachte an die Strasse vorm Hotel Naipaula. In letzter Zeit hatte der Betrieb dort überhand genommen. Es wimmelte von Pferde-, Esels- und Maultierfuhrwerken, die vielen Gӓste, aber auch die Sorbetverkӓufer, die Heuchler, die Bettler, die Stutzer, die ankommenden und die ausfahrenden Matrosen, die Taschendiebe, na, und was weiss ich noch alles, konnten kaum mehr den Verkehr durchqueren Wie wӓre es, wenn man einen Fussgӓngerüberweg schüfe und ihn mit weissen Streifen markierte? Gesagt, getan. Nach und nach imitierten Stadt und Land des Beschreibers Werk. Und seitdem heissen diese Passagen in aller Welt “Zebrastreifen”.

Hotel Naipaula

Oben erzählt: Das Märchen von der Insel Kontak

Weit oben im Norden (Kinnings, sagen da die Geometrielehrer, unter ihne auch Poacher, grade, heut zeichnen wir Polarkreise!) liegt die Insel Kontak. Sie ist wegen ihrer Pflanzen berühmt, aber vor allem wegen den Kontaktieren. Wer Glück hat, sieht eine der vom Aussterben bedrohten Dronten oder sogar hinter den Spitzbergen eines der raren Schaumermals. Es ist wegen der Brüllgiraffen, Murmeltieren, Schreiwelsen und Röhrenhirschen recht laut auf der Insel. Das aber ist dem Taubfrosch egal. In den Buchten wimmelt es von Kraulquappen, Kammerhaien, Seezungen, Laubentauchern und Mutterschollen. Manche behaupten sogar, Hoenessie gesehen zu haben.

Miesent, Sauerhahn, Wilde Fuxteufel und Bannbullen bevölkern in den kurzen Sommern den Wasen. In den Lüften sieht man Mildgänse, Klebhühner, Silberradler und Bordsteinschwalben.

Ah, das Pflanzenreich! Guck bloss die Kriechenden Hänsel, die Teufelstrompeten und die Liegenpilze und Mauerblümchen da zwischen den Unterkiefern im Antholz!

Die Leute gehen seltenen Berufen nach: Man findet Karrenbauer, Schweinsteiger, Handkes, Windschiffer, Schlauspieler oder Riberys. Sogar ein Beckenbauer hat überlebt.

Habt Ihr da auf der Insel weitere seltene Spezereien entdeckt?

Hotel Naipaula

Kannitverstan

Der Beschreiber wünscht sich heute früh, er könne die Sprache der Wellen verstehen. Ihn beschleicht das Gefühl, sie wollten ihm was erzӓhlen: Vielleicht von dem japanischen Fischkutter, den sie bis vor Kanada abgetrieben haben (Jaja, auch das Meer treibt ab)? Oder von all den Barschen vor den hiesigen Inseln? Von all den fliegenden Fischen, die ihnen nur für kurze Zeit entkommen? Von der Nacht, die so gelassen ans Land stieg? Von Atlantis und wo es versunken ist? Von den Strömungen und den toten Meeren? Vom weissen Wal? Von der Stimmung, in der sie waren, als sie die Küste küssten? Der Beschreiber weiss es nicht. Er hört nur “sch….sch….sch”…

Hotel Naipaula

über Oben Kundura

Nun sei noch einmal was über Oben Kundura gesagt. Nicht umsonst ist er früher Schuhmacher gewesen, bevor er zum Zeitreisenden und Sinner mutierte.

Es sei an das Folgende erinnert:

Dali malte das Bild “Der brennende Schuh” und stattete dabei die menschliche Fussbekleidung mit Schubladen aus,

Beuys rief: “Zeige Deine Sohle!”, und Elvis, fast gleichzeitig: “Schuhbiduuh!”

Gertrude Stein hatte schon weit früher ausgesagt: “Ein Schuh ist ein Schuh ist ein Schuh!”

Und Netanyahu? Der ist noch immer auf freiem Fuss…….