Daily mythology: carpet, rug (halı, kilim)

“He is knight, dubb’d with unhach’d rapier, and on carpet consideration, but he is a devil in private brawl.” (William Shakespeare, Twelfth Night)
The carpet comes from the east. As “Flying carpet” though it traveled , like coffee, far to the west. The common explanation for it’s use is that it kept from cold, so as well carpet as rug were used as tent decorations, grain bags, camel and donkey bags, ground cushions, oven covers, sofa covers, bed and cushion covers, blankets, curtains, eating blankets and table top spreads.
It’s use as saddle, as a prayer-carpet and for other ceremonial occasions tells us but that there must be other reasons than those obvious ones.
I guess that the carpet was the first conceptual delimitation from the universal ground, from the earth. Only with carpets the yurt of the nomadic people became property of the tribe, the clan, the family. Things covered by carpets or rugs must be holy? The carpet shows very special patterns, here mostly geometric. Let’s assume that humanity interlaces their history into these fabrics? But we don’t “read” the carpet with our eyes, but with our feet, walking across them, or with our bodies, sitting on them. Anyway: the carpet is a decisive attribute of our culture.
Designed and made by women and girls – while men sit on them in the coffeehouse pondering about the meaning of life– the patterns are given by tradition.
Remember Penelope, Ulysses wife! While her husband was busy far away to besiege Troy and to invent nine-men-morris and dice games, she wove by daylight and undid the fabric by night – delaying so the moment to accept one of the candidates – all of them waiting outside (with coffee?) – as her lover and new husband. Is this the first glance of an individualization?
But the west needed carpets too. From the beginning of modern times on carpet was a sign of luxury, carpets and rugs were traded all over the world – not without being stored temporarily in, for example, Hamburg warehouse district.
Hans Holbein (the younger) for example shows Anatolian carpets in much of his paintings – they are even called “Holbein-carpets”.

holbein
Up to today the buses filled with tourists are carried first to Ephesus antique wonders and then to a carpet-company.
Conclusion (caution, stereotype): the west is busy by its male thinkers (the scientific output of the whole Muslim world is not as big as that of one western country), the east is wise in walking or sitting on carpets *smile*

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Mythologie des Alltags: der Teppich

Der Teppich stammt aus dem Osten. Als “Fliegender Teppich” gelangte er aber, wie auch zum Beispiel Kaffee, weit in den Westen hinüber. Die übliche Erklȁrung für den Nutzen des Teppichs ist der Schutz vor Kȁlte, so wurde er sowohl am Boden ausgebreitet, als auch für Wȁnde, Türrahmen und den Diwan verwendet. Aber schon der Teppich als Sattel fürs Reittier und dann der Gebetsteppich – sowie andere zeremonielle Teppiche – weisen über den einfachen Nutzen hinaus. Ich vermute, der Teppich ist die erste Abgrenzung vom universalen Erdreich, er macht die Jurte erst zum Stammesbesitz, zum Sippeneigentum, zum Familienzelt. Was mit einem Teppich bedeckt ist, muss heilig sein? Ganz besondere – hier meist geometrische – Muster sind in ihn eingeknüpft oder – gewebt, vielleicht ist es die Geschichte der Menschheit auf ihrem Weg zur Individualisierung? Aber wir lesen den Teppich nicht wie ein Buch mit Auge und Ohr, wir lesen ihn mit den Füssen ! In jedem Fall ist er ein ganz entscheidendes Attribut menschlicher Kultur.

hali

Von Frauen und Mȁdchen gestaltet und gefertigt – die Mȁnner sitzen derweil im Kaffeehaus auf selbigen und sinnen über Gott und die Welt – ist jedes einzelne Teppichmuster traditionell vorgegeben und über Jahrhunderte gleichgeblieben. Penelope allerdings trennt das tagsüber gefertigte – auch da sitzen die “Freier” derweil im Kaffehaus, der Mann Odysseus ist weit weg mit der Eroberung Trojas und der Erfindung des Würfel- und Brettspiels beschȁftigt – über Nacht wieder auf. Der Beginn einer Individualisierung wird da vorgezeichnet……

Doch halt! Erstmal das Paar und erst dann die/der Einzelne:

Ein alter Tibetteppich

Deine Seele, die die meine liebet,
Ist verwirkt mit ihr im Teppichtibet.

Strahl in Strahl, verliebte Farben,
Sterne, die sich himmellang umwarben.

Unsere Füße ruhen auf der Kostbarkeit,
Maschentausendabertausendweit.

Süßer Lamasohn auf Moschuspflanzenthron,
Wie lange küßt dein Mund den meinen wohl
Und Wang die Wange buntgeknüpfte Zeiten schon?

(Else Lasker-Schüler)

Aber auch der Westen braucht Teppiche. Schon zu Beginn der Neuzeit gilt der Teppich als Luxussymbol, er wird bis ins fernste Ozeanien hinein (mit Zwischenlager etwa in der Hamburger Speicherstadt) gehandelt. Noch immer werden die Busse voller Touristen hier nicht nur zu den Ausgrabungen von Ephesus, sondern danach auch zu einem Teppichgrosshandel gekarrt.

Also (Achtung, Klischee!): Mȁnnlicher, westlicher Verstand bringt uns Aufklȁrung und Wissenschaft (Die gesamte wissenschaftliche Publikation aller muslimischen Lȁnder reicht nicht an die von nur einem “westlichen” Land heran). Der Osten aber ist mit den Füssen weise.

Ein Orientale würde zu westlichen Intellektuellen und Wissenschaftlern “die heben ja ab in ein Wokenkuckucksheim” sagen, und würde ihnen raten “auf dem Teppich zu bleiben”.

Daily mythology: crystals

For us something mind-blogging beautiful. The name! And then the mathematical accuracy, the multiple geometric forms! The straight line, the corner, the edge…. The marked contrast to the round, organic, growing form – which we like too (but that would be another story). The crystal declares a magic message, mysterious, undeclared but tremendously effective. “Such a regular, brilliant object cannot be of pure natural origin, it has to have a potential power we are only vicariously able to reach…” (Dr. Joachim Paul).

Who doesn’t have an amethyst on his desk, is not dreaming of rock crystal? We drape the most beautiful pieces on silken scarves, we kiss the ring of the bishop, we die for Cesare Borgia ( we smile in secret to life and death – how Marina Zwetaeva would say).

In literature, especially in science fiction,crystals are always, really always loaded with energy, put to good account they show astonishing powers, push the spaceship to superluminal speed and are even stronger than Superman. We all heard of Krypton, Dilithium, Howalgonium, Khalumvatt or Salkrit, we all wish we would have a tiny little ZPM-module or a guiding crystal in our tin lizzy.

Crystals belong to the inner of our earth, they “grow” there in the dark extremely slow to be beautiful. But the dwarf pulls them out into the daylight and makes them shine in all colours.

Mythologie des Alltags: Mutter Theresa

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Nun ist auch sie heilig gesprochen worden. Langsam sollte der Papst aufpassen, denn schon stehen sich die Heiligen im Vorzimmer Gottes auf den Füssen herum. Auch ist es gar nicht mehr so einfach, Zustȁndigkeitsbereiche zu finden, denn bereits jetzt gibt es für alles und jedes einen Heiligen, Barbara für die Artillerie, Clara fürs Fernsehn, Antonius fürs Verlorene, Florian für die Feuerwehr, Nikolaus für die Sȁuglinge und Krautstampfer, und, und…. Zuerst sollte Mutter Theresa fürn Po zustȁndig werden (oh, Calcutta heisst nȁmlich in Wirklichkeit “Oh, quel cu ça!”), da man sich aber die Mutter der Armen nur schlecht im Tanga vorstellen konnte, hob man dieses Ressort für die Zukunft auf (vielleicht für Jennifer Lopez oder Kim Kardashian, von der man sagt, dass sie eine Nuss mit ihrem Gluteus Maximus knacken kann). Nun soll Mutter Theresa beim Klonen helfen, ihr Tag wurde auf den 1. Jȁnner festgelegt, grade nach dem des Hl. Sylvester (Saint of the fucking woodcutters).

Mythologie des Alltags: Der Schlauch

Der Schlauch wird vielerorten gebraucht: im Garten, im Hospital, auf dem Friedhof, im Abwasserbereich, im übertragenen Sinne (auf dem Schlauch stehen, geschlaucht sein), in der Industrie, im Reifengewerbe (obwohl es da lange schon schlauchlose Reifen gibt)….

Im Garten oder auf dem Friedhof ist er orangerot, blau, grün, weiss mit blauen Sprenkeln, von Gardena oder aber direkt im entsprechenden Geschȁft meterweise eingekauft. Das Problem sind die Verbindungsstücke: schaltet man das Wasser ein, springt der Schlauch von ihnen ab und man wird nass (Dasselbe Problem hat übrigens die Regierung mit den unterirdischen Wasserleitungen, bloss dass da dann die gesamte Strasse versinkt und ein brauner See – ohne Fische und ohne Boote – sich auftut).

Im Krankenhaus ist der Schlauch ȁusserst nützlich, entweder bei dauerhafter Inkontinenz, künstlichem Darmausgang, Herzumfahrungshighway oder auch bei der Endoskopie – weiter auch für alle die, die nach der Knieoperation trotz Serum mitsamt dem Tropf auf den Balkon rauchen gehn wollen. Die geschlauchten Krankenhauskrȁfte schauen einem dann kopfschüttelnd hinterher….

Die Taucher! Was wȁren sie, die gleich ungelenken stȁhlernen Kȁfern auf dem Meeresgrund herumtapsen, ohne die Schlȁuche mit dem süssen, lebensrettenden Sauerstoff!

“Schlauch” ist auch ein sehr gutes Reimwort: auch, Bauch, Lauch, Rauch, Günther Jauch…..sind nur einige der möglichen Zeilenenden. Also frisch auf gedichtet (Verse UND Leitungen)!

Daily Mythology: the hose, the skin, the tube

It is of much use: in the garden, in the graveyard, in the hospital, as a metaphor (“I came with the tube”), in the industry, for cars, moto- and bicycles (though for a long time there are tubeless tires)…

In the garden, hoses are orange, green, blue or white with blue sprinkles, from Gardena or bought meter-wise in local shops. The problems start with the connectors: as soon as you open the water the hose jumps away from it and you get wet. (Similar problems did show up for the new tubes laid by the authorities, there you’ll see the whole road vanish and a new brown lake emerge).

In hospital the hose is very useful too, be it for incontinent people,as  an artificial anus, heart-bypasses, or for those people going very soon after their operation to the balcony smoking: they’re able to take their infusions with them!

By the way (for poets): hose or skin or tube are very good for rhyming: those, thin, dude, pose, win, mood…. So come on, poets: versify! And tube-workers: seal up!

Daily mythology: the bra

bra

This is a very special item of clothing: nearly half of the human race wears it, while the other half is frantically waiting, that it is taken off. We all know the special movement of the arms and hands to open it, while we see it from the back. In the USA the bra is never taken off, not even while fucking or being murdered. In Germany the bra (called “Büstenhalter”, and later, not to offend anybody “BH”) saw it’s first industrial production around Stuttgart (Bad Cannstatt and Böblingen). Bras are available in different sizes. Here’s the formula for it: gEU = [u] 5cm = 5 x [u + 2,5 cm : 5 cm]. (or just try it!). After World War II women first drew blank 1947 in special  clubs in “Grosse Freiheit”/Hamburg-St.Pauli. Without bra we would never have the Bikini (zone of “shame” is reduced to the minimum). In other regions women had to live in tents not to make men horny (zone of shame extended to the maximum). But later on they were freed to wear the burka. They are wandering tents now. We never have to forbid burka or sharia-swimsuit because anyway camping is forbidden in most places, especially on the beach. But look: men are going topless there!

Hillary is Trump

With what a choice are US-electors left! On one side the nearly-monster Trump with its outbursts of racism, machismo, prejudices, a.s.o., on the other the pure representative of establishment, money and possibly corruptness, Hilary Clinton, for ages now in the US politics.
I don’t think it is very hard to predict who’ll win the presidential elections, but I doubt the world will get very happy under Hillary Clinton’s presidency. She stands for secret policy, dollars, weapon-exports, war mongery…. (By the way: in three of the world’s most powerful countries there’ll be women at the controls: Clinton, Merkel, May). At least we are aware what we get, unlike 8 years ago, when we (falsely) applauded the “Salvador” Obama.