Dorothea Tanning

Tanning

Die surrealistische Malerin Dorothea Tanning wurde am 25. August 1910 in Galesburg, Illinois geboren und starb 2011 im Alter von 101 Jahren. Ihr 100. Geburtstag wurde durch eine Reihe von Ausstellungen markiert, unter anderem in Seillans an der Côte d’Azur, wo sie mit ihrem Ehemann Max Ernst bis zu dessen Tod 1976 gewohnt hatte. Sie zog anschliessend nach New York am Hudson, malte weiter, schrieb Gedichte und stattete Balletstücke, unter anderem von Balanchine und Cranko, aus.
Mit vielen der surrealistischen Künstler, unter anderem Marcel Duchamp, Roland Pennrose, Lee Miller, Yves Tanguy, Kay Sage war sie lebenslang befreundet. Max Ernst heiratete sie 1946 in einer Doppelhochzeit mit Man Ray und Juliet Browner.

Advertisements

Vanessa Bell

She was a painter and, like her sister Virginia, married to Leonard Woolf, part of the “Bloomsbury Group”. Vanessa was educated at home in languages, mathematics, drawing lessons and history, in the father’s huge library both sisters read the classic English authors. But both sisters were apparently abduced sexually by their half-brothers. After the death of mother and father they sold the house in the Hyde Park-region and moved to Bloomsbury. Vanessa married Clive Bell. Their marriage was an open one, both had lovers in time, Vanessa even had a daughter from Duncan Grant, Clive rose her as his own daughter… A son of Vanessa, Julian Bell, died in the Spanish civil war 1937.
Vanessa Bell started the “Friday-Club” for Bloomsbury group-members and became together with Roger Fry a celebrated artist of post-impressionism.

Bell, Vanessa, 1879-1961; Virginia Woolf (1882-1941)

Vanessa Bell paints her sister Virginia

Beate Daams Btw., the Stephens sisters were related to Thackeray, ( “Vanity Fair” ), their uncle, I believe. And Quentin Bell, Vanessa’s son, was James Joyce biographer.

Gertrude Stein

Man kennt einen Satz von ihr, aber kennt man die Frau?
Wohl kaum ein Satz ist in der Welt so bekannt, wie der von Gertrude Stein: “eine rose ist eine rose ist eine rose”. Gertrude entwickelte einen ganz neuen Stil, einen neuen Satzbau, eine neue Sprache. Diese, auch von James Joyce und anderen angestrebte neue Rede- und Schreibweise, hat sich bis heute, hundert Jahre später, noch nicht ganz durchgesetzt, weshalb wir zumeist die “Autobiographie der Alice B. Toklas”, die sie selbst verfasste und ironisch in verständlichem Stile schrieb, lesen. Ich zitiere den letzten Absatz des Buches: “Ungefähr vor sechs Wochen sagte Gertrude Stein zu mir, dass es nicht aussähe, als würde ich jemals diese Autobiographie schreiben. Weisst du, was ich tun werde? Ich werde sie für dich schreiben…. und sie tat es und hier ist sie.” Gertrude Stein kann hier ganz zwanglos in der dritten Person Singular von sich selbst sprechen. Das weitet die Selbsterkenntnis, und für uns macht es die Lektüre schmunzelig. Wenn irgendwer am Paris des frühen und mittleren 20. Jahrhunderts interessiert ist, muss er dieses Buch lesen. Gertrude und ihre Lebensgefährtin Alice hielten in der Rue de Fleurus am linken Seineufer einen Salon, in dem alles, was damals Namen hatte, aus- und einging. Des Morgens ging Gertrude oft den ganzen langen Weg bis zu Picassos Atelier auf dem Montmartre zu Fuss. Das ist günstig, sagte sie, so kann ich täglich zwei Sätze schaffen, einen auf dem Hin-, dem anderen auf dem Rückweg…. Picasso schuf ein Porträt von ihr und sie sass ihm. Es sieht mir aber nicht ähnlich? sagte Gertrude Stein. Picasso war gerade in der kubistischen Phase. Keine Angst, erwiderte der Maler, mit der Zeit werden Sie ihm schon ähnlicher! Sie mochte auch Matisse. “Er gibt immer Stoff, zu tratschen!” sagte sie. Sie mochte Satie, Marie Laurencin und Guillaume Apollinaire. Gegen Ende mochte sie sogar Hemingway.
Gertrude Stein wurde am 3. Februar 1874 in Allegheny als jüngstes von fünf Kindern in eine wohlhabende und „hochachtbare bürgerliche Familie“, wie sie schrieb, hineingeboren. Die Großeltern väterlicherseits, Michael und Hannah Stein, waren aus Deutschland emigrierte Juden, die 1841 Weickersgrüben bei Gräfendorf in Bayern verlassen hatten, mit dem Ziel, in Amerika politische Freiheit und wirtschaftliche Entwicklungsmöglichkeiten zu finden, die ihnen in der Heimat versagt waren. Gertrudes Vater, Daniel Stein, heiratete 1864 die ebenfalls deutsch-jüdische Amelia Keyser. Nach Aufenthalten in Wien und Passy bei Paris wuchs Gertrude in Kalifornien auf. Als 1891, drei Jahre nach dem Tod der Mutter im Jahr 1888, auch der Vater Daniel Stein starb, wurde der älteste Sohn Michael Vormund für die jüngeren Geschwister.
Bald nach ihren –abgebrochenen – Studiengängen verlegte Gertrude Stein ihren Lebensmittelpunkt nach Paris, nachdem sie und ihr Bruder Leo vorher in London mit der Bloomsbury-Gruppe um Virginia Woolf und John Maynard Keynes zusammengetroffen waren. So ging es nun über die Seine und nicht den Hudson. Sie und ihre Gattin Alice vermochten es, obwohl jüdisch, den ganzen Weltkrieg über in Frankreich zu bleiben. Wie kam das? Weil sie Verwundete pflegten? Oder weil sie den Nazis gegenüber Zugeständnisse machten (diese Vermutung ist durch nichts belegt). Oder aus noch anderen Gründen? Aus Zufall? Wir wissen es nicht. Nach Gertrudes Tod versuchte Alice weiter, deren Bücher zu editieren……

 

Daniela Hodel Und es gibt ein wunderbares Buch, einen Roman über ihren vietnamesischen Koch. Monique Truong das Buch vom Salz.

Vita Sackville-West

In spite of her name she lived for a time in the east: in Cihangir, İstanbul and Tehran, Persia. Born in 1892, Vita went to be a gifted poet, novelist and garden-designer. Today she’s known best for her marvelous garden at Sissinghurst. But she wrote famous poems, she published and translated (f.e. “Duineser Elegien” by Rilke). With her husband Harold George Nicholson she had two sons, Nigel and Benedict, but they had an open marriage and both of them had same-sex lovers too.
We remember Vitas love affair with Virginia Woolf, who was inspired by Vita to write one of her most famous novels, Orlando, featuring a protagonist who changes sex over the centuries. This work was described by Sackville-West’s son Nigel Nicolson as “the longest and most charming love-letter in literature.”

sackville

“I simply adore Virginia Woolf, and so would you. You would fall quite flat before her charm and personality… Mrs. Woolf is so simple: she does give the impression of something big. She is utterly unaffected: there are no outward adornments — she dresses quite atrociously. At first you think she is plain, then a sort of spiritual beauty imposes itself on you, and you find a fascination in watching her. She was smarter last night, that is to say, the woollen orange stockings were replaced by yellow silk ones, but she still wore the pumps. She is both detached and human, silent till she wants to say something, and then says it supremely well. I’ve rarely taken such a fancy to anyone, and I think she likes me. At least, she asked me to Richmond where she lives. Darling, I have quite lost my heart.” (Vita Sackville-West 1922 to her husband)

Frieda Kahlo

Frieda

Magdalena Carmen Frida Kahlo y Calderón was born on July 6, 1907.
Our common idol, isn’t she? Her family immigrated (father was German), but she was a pure plant of Mexico City. Because of an accident forever mutilating her she became our Mother Dolores, our Virgin of the Pains (Virgin? But she married Diego Rivera two times?). Her paintings, not to imagine without those pains, are marvelous. Her blue house which was shelter for Leo Trotsky, before he was killed with a piolet, is well known. In the movie her role was given by Selma Hayek. Good work!

Sarah Banne

Wurde wohl am 12.Januar 1870 auf der Kanalinsel Jersey geboren. Über ihre Jugend ist nichts bekannt. Sie heiratete den italienischen Hünen und Schausteller Giovanni Belzoni. Dieser muss wirklich ein Giovanni in allen Gassen gewesen sein; als Sohn eines Barbiers in Padua geboren sollte er ursprünglich Priester werden, wich aber – auch das Soldatensein vor Augen (und was wäre Napoleon mit seiner Hilfe erst geworden) – auf die Jahrmärkte aus, und damit begann auch sein Reisen, das ihn durch ganz Europa und bis nach England führte. Wenn es die Umstände erlaubten, studierte er die neue Wissenschaft der Hydraulik, seine Kenntnisse darin sollten ihm noch von Nutzen sein. Als “Hau den Lukas” auf mancher Kirmes wurde er – auf Malta – von einem Angebot überrascht, der Altertümer wegen nach Aegypten zu reisen und dort als Ausgräber tätig zu werden. Sarah, die die Sehnsucht nach Reisen mit ihrem Mann gemeinsam hatte, begleitete ihn dorthin.
In Ägypten wurde Belzoni schnell als Ausgräber, als Grabräuber, berühmt; zu der Zeit bemühten sich die Engländer, möglichst viele Objekte nach London, die Franzosen, in scharfer Konkurrenz dazu, selbige in den Louvre nach Paris zu bringen. Belzoni schaffte es, einen monumentalen Granitkopf des Ramses zu verschiffen: wir können ihn noch heute im British Museum sehen. Seine Frau liess Belzoni aber oft alleine. Sie, die als erste Frau so weit nach Oberägypten gelangt war, nahm Kontakt zu Frauen in den Dörfern auf, katalogisierte Eidechsen und reiste sogar als Mameluk verkleidet nach Jerusalem, wo sie den Tempelberg und die Al-Aksa-Moschee betrat.
Später, zurück in England, veranstaltete das Paar Ausstellungen mit den erworbenen Altertümern.
Bald aber brach Belzoni wieder auf, diesmal nach Westafrika, wo er aber an Ruhr erkrankte und starb, ohne dass wir seine Grabstätte kennten. Sarah, die in England zurückgeblieben war, überlebte ihren Mann um 47 Jahre und starb bitterarm.
Charles Dickens, ein Freund des Ehepaars, beschrieb Sarah Belzoni als schöne, grazile junge Frau. Tanja Kinkel machte Belzoni zum Mittelpunkt ihres 2008 veröffentlichten Romans “Säulen der Ewigkeit”.

Fanny Brawne

Bright star Fanny Brawne

Bright star! would I were steadfast as thou art—
Not in lone splendour hung aloft the night
And watching, with eternal lids apart,
Like nature’s patient, sleepless Eremite,
The moving waters at their priestlike task
Of pure ablution round earth’s human shores,
Or gazing on the new soft-fallen mask
Of snow upon the mountains and the moors—
No—yet still steadfast, still unchangeable,
Pillowed upon my fair love’s ripening breast,
To feel for ever its soft swell and fall,
Awake for ever in a sweet unrest,
Still, still to hear her tender-taken breath,
And so live ever—or else swoon to death.

For sure this girl was the love of his life. “Did Fanny love Keats as much as he loved her? Did he truly love her, or did he even truly know her?” Such questions can never be answered by biographers or critics. All we know for certain is that Fanny became the other great passion of Keats’s life and another cause to mourn when illness struck. Their relationship, like his poetic ambition, would remain unfulfilled, another reason to think, If only….”
“He had already told Fanny that he ‘must impose chains’ on himself if he was to endure living so close to her (for a time they were next-door-neighbors), and now he was as good as his word. Following the advice of Burton’s Anatomy, which insisted that meat-eating increased physical desire, he put himself on a vegetarian diet, telling his sister that he hoped it would mean ‘my brains may never henceforth be in a greater mist than is theirs by nature.’…
His thoughts now turned to his final resting-place, the Protestant Cemetery beside the pyramid of Caius Cestius. He asked Severn to visit and describe the place for him. Even today, it remains a place of peace and beauty. Severn told him of the daisies and violets which grew there, and of the flocks of goats and sheep which roamed over the graves. The description pleased Keats. He asked that one phrase be put upon his tombstone: ‘Here lies one whose name was writ in water.’..

I have seen this peaceful graveyard in the outskirts of Rome. Some steps away Goethe’s son August is put to rest (and pushing daisies too).

Frances ‘Fanny” Brawne was born in 1800 and died as a mother and married woman in 1865, lived from the romantic times of stagecoaches, sweet moonshine, manors and wide parks, nightingales and odes – she wrote some poems herself – to the modern ages of machines, the industrial revolution, going mainly out from Great Britain. Only for a few years she was engaged to John Keats, even seeing him depart for his last journey to Rome where he died. To research about them is to feel the pain of tuberculosis, taking not only him but several members of both their families to a gruesome slow death. If only…
Two years after the death of Keats, Fanny began learning Italian and translating short stories from the German, eventually publishing them in various magazines. Frances Keats, John’s sister – with the same name as Fanny – went to live with the Brawnes, where she was warmly welcomed.
Later, in France, where Fanny settled for a long time (after seven years of mourning for her dead fiancé) she married Louis Lindon and had children with him. Only after many years and the death of her husband she told her children about her romance with John and the love letters he left her (for example “My Mind has been the most discontented and restless one that ever was put into a body too small for it. I never felt my Mind repose upon anything with complete and undistracted enjoyment – upon no person but you. When you are in the room my thoughts never fly out of window: you always concentrate my whole senses.”).

Poetry and Fanny Brawne – Fanny Brawne and poetry: for sure this were the loves of his life. Rather unknown in his lifetime his famousness skyrocketed after his death. There is no doubt he wrote some of the most beautiful poems ever.